Arbeitspaket #2



Analyse und Identifikation der speziellen Eigenschaften von CTPS

Zielstellung

In dem Arbeitspaket wird einerseits das Ziel verfolgt, die theoretischen Grundlagen für cybertronische Produktionssysteme (CTPS) zu erarbeiten. Hierzu ist zunächst zu untersuchen, wie Produktionssysteme allgemein charakterisiert werden können und welche spezifischen Eigenschaften CTPS kennzeichnen. Andererseits ist als Vorbereitung für nachfolgende Arbeitspakete zu untersuchen, wie aktuell Produktionssysteme geplant werden, um eine Übersicht über die Vorgehensweise zu erhalten.

Ergebnisse

Für das grundlegende Verständnis über Produktionssysteme kann festgehalten werden, dass diese aus Elementen (z.B. Produktionsressourcen) und Relationen (z.B. stofflich, informationell, …) zwischen diesen Elementen bestehen. Der Zweck des Produktionssystems ist die Herstellung von Gütern. Dazu können sie sich über mehrere hierarchische Ebenen erstrecken (Bereichs-, Fabrikebene, …).

Bezüglich der charakteristischen Eigenschaften von CTPS kann festgehalten werden, dass diese dezentral agieren, um autonom die Produktion in kleinen Losgrößen steuern zu können. Hierzu ist es notwendig, dass die Objekte (Produktionsressourcen, Produkte) mit einer entsprechenden „Intelligenz“ ausgestattet sind, wie z.B. einem Produktgedächtnis. Für die Herstellung müssen die Produkte mit den Produktionsressourcen verhandeln, um Kapazitäten zu erhalten. Dazu bilden die einzelnen Produktionsressourcen temporär ein System. Hierzu verbinden sich diejenigen Elemente, die zusammen die erforderlichen Prozessschritte zur Herstellung des Produktes erbringen können. Nach der Herstellung des entsprechenden Produktes (oder Loses) löst sich das System wieder auf.

Die letzten Ergebnisse des Arbeitspaketes betreffen die Vorgehensmodelle zur Planung von Produktionssystemen, die in der Literatur oftmals innerhalb der Fabrikplanung abgehandelt wird. Die meisten Planungsvorgehen orientieren sich am klassischen „top down“-Ansatz. Dazu sind die meisten Planungsvorgehen in mehrere Phasen unterteilt, i.d.R. zwischen 4 bis 8 Phasen. Als wichtigste Phasen sind hierbei die Zielplanung, Vorbereitung, Strukturplanung (Grob- und Feinplanung) sowie die Ausführungsplanung zu nennen. In der Zielplanung werden die Auslöser diskutiert, die zur Planung des Produktionssystems führen. In der Vorbereitung werden die notwendigen Daten für die Planung beschafft und für die Planung aufbereitet. Anschließend werden untersucht, welche Produktionsressourcen benötigt werden und wie diese innerhalb eines Produktionssystems zu strukturieren sind. Hierbei ist es das Ziel eine Strukturierung des Produktionssystems zu entwickeln, mit der die Ziele aus der vorangegangenen Zielplanung bestmöglich erreicht werden können. Dies vollzieht sich über verschiedene Detaillierungsgrade. Zuletzt wird geplant, wie das geplante Produktionssystem realisiert werden kann.