Arbeitspaket #4



Referenzprozesse (Prozessanalyse) CTP und CTPS

Zielstellung

Die Ziele des Teilarbeitspakets 2.1 sind die Bestandsaufnahme der Aktivitäten in der heutigen mechatronischen Entwicklung, die Identifikation, Klassifikation und Bewertung von Potenzialen im Hinblick auf die Entwicklung von CTP / CTPS sowie die Definition/Validierung eines Anwendungsszenarien-übergreifenden Referenzprozesses.

  • Bestandsaufnahme in der heutigen mechatronischen Entwicklung:
    In Prozessworkshops bei den Industriepartnern und Gebern der Anwendungsszenarien wird eine Bestandsaufnahme bezüglich der heutigen Prozesse, Methoden und Tools in der mechatronischen Produkt- und Produktionssystementwicklung durchgeführt.
  • Identifikation von Potenzialen im Hinblick auf die Entwicklung von CTP / CTPS:
    In den Prozessworkshops bei den Industriepartnern und Gebern der Anwendungsszenarien werden die Potenziale in heutigen Prozessen der mechatronischen Entwicklung im Hinblick auf die Entwicklung von CTP / CTPS identifiziert, klassifiziert und entsprechend ihrer Relevanz für das MBSE-Referenzvorgehensmodell bewertet.
  • Definition bzw. Validierung eines (Anwendungsszenarien-übergreifenden) Referenzprozesses:
    Als Arbeitsgrundlage für die nachfolgenden Arbeitspakete ist als abschließendes Ergebnis ein  Anwendungsszenarien-übergreifender Referenzprozess als konsolidierte Darstellung des Ist-Zustandes abzuleiten. Ziel ist es, im nächsten Schritt anhand einer Delta-Betrachtung ein Prozessrahmenwerk für die zukünftige modellbasierte CTP/CTPS-Entwicklung zu erarbeiten. Als Input dient hierbei ein Referenzprozess für die generische Produkt- und Produktionssystementwicklung, der anhand der Ergebnisse aus den Prozessaufnahmen (sowie abgeleitete und konsolidierte Potenziale), der Erkenntnisse aus den Arbeitspaketen 1.1 und 1.2 sowie der Betrachtung etablierter Normen und Vorgehensmodelle angereichert wird.

Ergebnisse

Anhand der Erkenntnisse aus der Potenzialanalyse können folgende Kernanforderung an einen modellbasierten Entwicklungsprozess abgeleitet werden:

  • Es müssen Standards geschaffen werden, um Systemmodell-Informationen austauschen zu können.
  • Für die Entwicklung von cybertronischen Produkten müssen modellbasierte Vorgehensmodelle entwickelt werden.
  • Für die Integration von fachdisziplinenspezifischen Modellen in ein Systemmodell müssen entsprechende Schnittstellen bereitgestellt werden bzw. es muss ein geeignetes Schnittstellen-Konzept erarbeitet werden.
  • Der Entwicklungsprozess muss auf verschiedene Branchen (Automotive, …) und Unternehmensgrößen (OEM, KMU) adaptierbar sein