{"id":759,"date":"2016-11-08T15:37:12","date_gmt":"2016-11-08T13:37:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mecpro.de\/?page_id=759"},"modified":"2016-11-08T15:38:35","modified_gmt":"2016-11-08T13:38:35","slug":"arbeitspaket-18","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.mecpro.de\/?page_id=759","title":{"rendered":"Arbeitspaket #18"},"content":{"rendered":"<h1>Systemmodelle im PLM-Umfeld<\/h1>\n<h3>Zielstellung:<\/h3>\n<p><strong>MBSE und PLM: Heutige H\u00fcrden<\/strong><\/p>\n<p>Product Lifecycle Management (PLM) und seine Softwaresysteme sind heute nicht f\u00fcr die Verwaltung von (SysML-)Systemmodellen vorbereitet. Die \u00fcblichen H\u00fcrden sind:<\/p>\n<ul>\n<li>SysML kennt nur bedingt Metadaten im Sinne von PLM.<\/li>\n<li>PLM kennt keine Systemartefakte und\u00a0 netzbasierte Syntax von SysML-Modellen.<\/li>\n<li>PLM kann die Semantik der Systemmodelle nicht interpretieren.<\/li>\n<li>Der SysML-Standard hat keine Bez\u00fcge zu Funktionen, geometrischen Baur\u00e4umen, Teilen\/Artikeln und sonstiger Produktdokumentation.<\/li>\n<li>PLM wird heute f\u00fcr verteiltes Arbeiten eingesetzt. TDM weniger.<\/li>\n<li>Es ist unzureichende PLM-Funktionalit\u00e4t in den SysML-Autorenwerkzeugen vorhanden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>MBSE und PLM: Potentiale <\/strong><\/p>\n<p>Die Potentiale einer Integration der Systemmodelle in das PLM-Umfeld sind vielf\u00e4ltig:<\/p>\n<ul>\n<li>Objektorientierte Nachvollziehbarkeit (Traceability) im gesamten Produktentwicklungsprozess<\/li>\n<li>Interdisziplin\u00e4res Modell f\u00fcr die einzelnen Fachdisziplinen<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung von PLM-Funktionalit\u00e4t durch<br \/>\nsemantische Netze<\/li>\n<li>Enabler f\u00fcr Industrie 4.0<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sicherstellung der Konsistenz des Prozess-Outputs bei hoher \u00c4nderungsfrequenz<\/p>\n<h3>Ergebnisse:<\/h3>\n<p><strong>Grundlagen<\/strong><\/p>\n<p>Systemmodelle m\u00fcssen zum einen von PLM-Funktionen verwaltet werden,\u00a0 zum Anderen k\u00f6nnen Systemmodelle und die in ihnen enthaltenen Informationen PLM-Funktionen smarter machen. Das automatisierte Auslesen der Informationen und ihre Interpretation im Kontext der PLM-Funktion ist einer der Vorteile einer formalen Beschreibungssprache wie der SysML. Folgend werden die wichtigsten PLM-Kernfunktionen in k\u00fcrze aufgelistet:<\/p>\n<ul>\n<li><u>Konfigurationsmanagement<br \/>\n<\/u>Konfigurationsmanagement stellt sicher, dass das Produkt und die dazugeh\u00f6rigen Artefakte vollst\u00e4ndig reproduzierbar sind. Hierzu m\u00fcssen alle notwendigen Artefakte eindeutig bestimmt, beschrieben und verwaltet werden. Unter dem Konfgurationsmanagment werden die Teilbereiche <em>Versionsmanagement, Variantenmanagement, Baselinemanagement, \u00c4nderungsmanagement, Freigabemanagement, Auditmanagement, Buildmanagement <\/em>\u00a0zusammengefasst.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><u>Versionsmanagement<br \/>\n<\/u>Versionsmanagement erm\u00f6glicht es alle \u00c4nderungen von Lebenszyklusobjekten in verschiedenen Versionen zu erfassen und diese im Bedarfsfall wiederherzustellen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><u>Freigabemanagement<br \/>\n<\/u>Das Freigabemanagement ist eng verkn\u00fcpft mit dem \u00c4nderungsmanagement. Es beschreibt eine kontrollierte und formale Freigabe von Konfigurationseinheiten zwischen Prozessschritten eines Entwicklungsprozesses.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><u>Engineering Change Management<br \/>\n<\/u>Das \u00c4nderungsmanagement ist das koordinierte Management und die \u00dcberwachung produktbezogener \u00c4nderungen. Ziel des \u00c4nderungsmanagements ist es, die monet\u00e4ren wie technischen Folgen einer \u00c4nderung abzusch\u00e4tzen und ihre Durchf\u00fchrung kontrollierbar zu machen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><u>Rechte- und Rollenkonzept<br \/>\n<\/u>Bildet die Organisationsstruktur mit ihren Benutzern und Benutzergruppen ab und wei\u00dft ihnen bestimmte Zugriffsrechte auf Informationsobjekte und Funktionen zu.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><u>Dokumentenmanagement<br \/>\n<\/u>Im PDM-System beinhalten Dokumente inhaltlich zusammengeh\u00f6rige Informationen, die Objekte auch aus komplexen Modellen beschreiben. Das PLM-System verwaltet die dem Dokument zugeh\u00f6rigen Dateien, die ganz unterschiedliche Informationen, wie Texte, CAD-Modelle, Tabellen, Grafiken, Korrespondenzen, o.\u00c4., enthalten k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>MBSE und PLM: Integrationsstufen<\/strong><\/p>\n<p>Die Integration von Systemmodellen in das PLM-System kann durch unterschiedliche Stufen repr\u00e4sentiert werden. Die Komplexit\u00e4t der Verwaltung aber auch der Nutzen steigt dabei mit jeder Stufe. Die ersten Stufe wird durch die Reflektion des Systemmodells und seiner Systemartefakte in das PLM-System charakterisiert. Die zweite Stufe durch den zus\u00e4tzlichen Aufbau eines semantischen Netzes im PLM-System. Das semantischen Netz des Systemmodells kann im PLM mit Informationsobjekten des Produktlebenszyklus erg\u00e4nzt werden. In der dritte Stufe werden die PLM-Funktionen f\u00fcr die Verwaltung von Systemmodellen aber auch die Erweiterung von PLM-Funktionen auf Basis von Systemmodellen realisiert. Der h\u00f6chste Nutzen des Systemmodells f\u00fcr den Produktentwicklungsprozess wird erst in der dritten Stufe voll ausgesch\u00f6pft.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/6.7-1.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-760\" src=\"https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/6.7-1.png\" alt=\"6-7-1\" width=\"605\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/6.7-1.png 605w, https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/6.7-1-300x105.png 300w\" sizes=\"(max-width: 605px) 100vw, 605px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Abbildung 1: Komplexit\u00e4tsstufen in der Verwaltung von Systemmodellen<\/em><\/p>\n<p><strong>Verwaltung von Systemmodellen im PLM<\/strong><\/p>\n<p>Die Verwaltung von Systemmodellen im PLM-System kann durch unterschiedliche Konzepte realisiert werden. Es kann zwischen drei grunds\u00e4tzlichen \u201eGranularit\u00e4tsebenen\u201c unterschieden werden \u2013 Modellebene, Paket-\/Diagrammebene, Artefaktebene. Im Sinne von PLM und seinen Funktionen ist eine hochgranulare Aufl\u00f6sung des Systemmodells notwendig. Als Beispiel f\u00fcr einen\u00a0 Treiber der Granularit\u00e4t im PLM-System ist das Engineering Change Management zu nennen.\u00a0 Erst durch die hoch-granulare Aufl\u00f6sung des Systemmodells k\u00f6nnen im EC-Prozess die zu \u00e4ndernden Objekt auf Systemebene identifiziert werden und in der Fachdisziplin (Mechanik, Elektrik\/Elektronik, Software) zur \u00c4nderung markiert und mit den notwendigen Informationen versorgt werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/6.7-2.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-761\" src=\"https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/6.7-2.png\" alt=\"6-7-2\" width=\"323\" height=\"310\" srcset=\"https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/6.7-2.png 323w, https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/6.7-2-300x288.png 300w\" sizes=\"(max-width: 323px) 100vw, 323px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Abbildung 2: Granularit\u00e4tsstufen von Systemmodellen im PLM-System<\/em><\/p>\n<p><strong>PLM-Metadaten im Systemmodell<\/strong><\/p>\n<p>Die Integration von PLM-Metadaten im Systemmodell ist eine der Voraussetzung f\u00fcr die Verwaltung von Systemmodellen in PLM-Systemen. Daf\u00fcr wurde im Projekt mecPro\u00b2 ein PLM-Profil entwickelt. Dieses erm\u00f6glicht es PLM-Metadaten in Form von Attributen bestimmter Stereotypen an Systemartefakte zu binden. Das Profil unterscheidet zwei Arten von PLM-Objekten:<\/p>\n<ul>\n<li><u>CI-Element<br \/>\n<\/u>Das CI-Element besitzt die klassischen PLM-Metadaten. Innerhalb des PLM-Systems vererbt das CI-Element bestimmte PLM-Metadaten an die ihm zugeordneten PLM-Elemente.\u00a0 Es fungiert dadurch als Container von Systemartefakten. Im Kontext von mecPro\u00b2 wurde die Konvention getroffen, Packages als CI-Elemente zu definieren.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><u>PLM-Element<br \/>\n<\/u>Das PLM-Element besitzt ausschlie\u00dflich das Attribut \u201ePLM-ID\u201c. Es ist damit ein Identifier f\u00fcr das PLM-System. PDM-Elemente m\u00fcssen f\u00fcr die Verwaltung immer einem CI-Element zugeordnet sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/6.7-3.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-764\" src=\"https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/6.7-3.png\" alt=\"6-7-3\" width=\"386\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/6.7-3.png 386w, https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/6.7-3-300x251.png 300w\" sizes=\"(max-width: 386px) 100vw, 386px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Abbildung 3: PLM-Profil f\u00fcr Systemmodelle im Demonstrator 1<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Systemmodelle im PLM-Umfeld Zielstellung: MBSE und PLM: Heutige H\u00fcrden Product Lifecycle Management (PLM) und seine Softwaresysteme sind heute nicht f\u00fcr die Verwaltung von (SysML-)Systemmodellen vorbereitet. 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