{"id":851,"date":"2016-12-08T19:37:59","date_gmt":"2016-12-08T17:37:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mecpro.de\/?page_id=851"},"modified":"2016-12-08T19:41:02","modified_gmt":"2016-12-08T17:41:02","slug":"arbeitspaket-11","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.mecpro.de\/?page_id=851","title":{"rendered":"Arbeitspaket #11"},"content":{"rendered":"<h2>Detaillierung der Subprozesse aus <a href=\"https:\/\/www.mecpro.de\/?page_id=534\">AP#5<\/a> im Hinblick auf die Entwicklung von CTP unter Ber\u00fccksichtigung von Freigabe-, \u00c4nderungs- und Konfigurationsmanagement<\/h2>\n<h3>Zielstellung<\/h3>\n<p>In mecPro\u00b2 wurden zun\u00e4chst ein Prozessrahmenwerk und eine Beschreibungssystematik zur Entwicklung cybertronischer Elemente und Systeme entwickelt. Der Entwicklungsprozess beschreibt im Wesentlichen, wer welche Informationen wozu nutzt und generiert. Die Beschreibungssystematik definiert hingegen eben diese Informationen, ihre Zusammenh\u00e4nge und ihre Darstellung. Daher sind Prozessrahmenwerk und Beschreibungssystematik im mecPro\u00b2-Ansatz untrennbar miteinander verbunden und werden gemeinsam dargestellt.<\/p>\n<p>Zur Sicherstellung der Integrit\u00e4t, Reproduzierbarkeit, Verf\u00fcgbarkeit, Traceability und Konsistenz der erzeugten Entwicklungsinformationen wird Konfigurationsmanagement eingesetzt. Bis dato wird die Verwaltung der Entwicklungsinformationen mit einem Konfigurationsmanagement-Plan in Form eines Dokuments gesteuert.<\/p>\n<p>Dieses Arbeitspaket legt den Schwerpunkt auf die Entwicklung eines angepassten Konfigurationsmanagements. Dieses definiert Regeln f\u00fcr die Zusammenarbeit auf den in der Beschreibungssystematik definierten Informa\u00actionen. Da im modell-basierten Entwicklungsprozess eine Vielzahl von Prozessrollen in einem gemeinsamen Systemmodell zusammen arbeitet, kommt dem Konfigurationsmanagement eine zentrale Bedeutung zu.<\/p>\n<p>Die erarbeiteten Konzepte beschreiben die fachlichen Grundlagen, um die Entwicklungsinformationen in einem modellbasierten Entwicklungsprozess in einer PLM-L\u00f6sung zu verwalten.<\/p>\n<h3>Ergebnis<\/h3>\n<p>Stand der Technik ist es, Dokumente mit Dokumenten zu verwalten. Mit der Einf\u00fchrung der modellbasierten Entwicklungsprozesse erh\u00e4lt man schnell die Erkenntnis, dass Modelle sich am besten mit Modellen verwalten lassen. Damit l\u00e4sst sich der Kern der Erkenntnis dieses Arbeitspakets auf den Punkt bringen. Die Vorteile einer formalisierten System\u00admodell\u00adbeschreibung sollte man auch f\u00fcr Modellverwaltung einsetzen. Durch den Einsatz eines modellbasierten Konfigurationsmanagements (MBCM) f\u00fcr interdisziplin\u00e4re System\u00admodelle und f\u00fcr disziplinspezifische Partialmodelle unterst\u00fctzen und erg\u00e4nzen sich die Ziele des Systems Engineerings mit denen des Konfigurationsmanagements in hervorragender Weise. MBCM erm\u00f6glicht durch die Anpassbarkeit des CM-Modells durch den Entwickler eine bisher nicht realisierbare Flexibilit\u00e4t und Anpassbarkeit an die im Entwicklungsprojekt vorliegenden Kollaborationsszenarien. MBCM hat das Potential und den Anspruch, vom Entwickler nicht als reglementierend und einschr\u00e4nkend wahr\u00adgenommen zu werden, sondern ihn bei der Kollaboration innerhalb der modellbasierten Systementwicklung optimal zu unterst\u00fctzen. Da diese Kollaboration bereits mit Beginn der Systementwicklung anf\u00e4ngt, stellt sich auch nicht die Frage, ob CM bereits in der fr\u00fchen Phase oder erst in der sp\u00e4ten Phase der Systementwicklung eingef\u00fchrt werden soll. Insbesondere im Fall, dass ein komplexes System gemeinschaftlich im Verbund mehrerer Partner entwickelt wird, ist die Kombination aus MBSE in Verbindung mit MBCM das Mittel der Wahl. Die Modellierungssprachen SysML und ConfigML realisieren diesen Ansatz.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/MBSE_MBCM.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-853\" src=\"https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/MBSE_MBCM.png\" width=\"800\" height=\"475\" srcset=\"https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/MBSE_MBCM.png 5438w, https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/MBSE_MBCM-300x178.png 300w, https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/MBSE_MBCM-768x456.png 768w, https:\/\/www.mecpro.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/MBSE_MBCM-1024x608.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abbildung 1: Zusammenhang zwischen MBSE und MBCM<\/p>\n<p>Hinsichtlich des Zukunftsprojekts Industrie 4.0 kann MBCM im Rahmen von zwei Herausforderungen einen Beitrag leisten. Zu einen unterst\u00fctzt es durch die l\u00f6sungs- bzw. umsetzungsneutrale Beschreibung der Verwaltungsinformationen von Entwicklungs\u00adartefakten die bereichs- und unternehmens\u00fcbergreifende Zusammenarbeit, zum anderen stellt es die Integrit\u00e4t zwischen physischen Systemen der realen Welt und deren beschreibenden Modellen in der virtuellen Welt sicher. Diese beschreibenden Modelle entstehen w\u00e4hrend der Systementwicklung und bilden die Basis f\u00fcr die Konzepte des digitalen Zwillings.<\/p>\n<h3>Ausblick<\/h3>\n<p>Zuk\u00fcnftig soll der Sprachentwurf der ConfigML weiter ausgebaut werden. Hierf\u00fcr sollen alle Prozessgebiete des Konfigurationsmanagement betrachtet und in einer umfassenden Ontologie des CM dargestellt werden. Des Weiteren sollen die Vorteile eines formalen Basismodells und eines Prozessmodells hinsichtlich einer Automatisierung des Konfigurationsmanagements noch st\u00e4rker genutzt werden. Entscheidende Voraussetzung f\u00fcr eine erfolgreiche Verbreitung von MBCM stellt die Verf\u00fcgbarkeit von Schnittstellen f\u00fcr m\u00f6glichst viele CM-Systeme zur Anbindung von neutralen Funktionsbeschreibungen f\u00fcr das CM dar. Nur dann k\u00f6nnen CM-Modelle in ConfigML durch IT-L\u00f6sungen automatisiert interpretiert und ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>[Vgl. Tim Schulte, Marc Schneider, Udo Judaschke, Daniel Batz: Systemmodelle verwalten mit ConfigML &#8211; Motive, Grundlagen und erste Konzepte einer Sprache f\u00fcr das modellbasierte Konfigurationsmanagement; in: Sven-Olaf Schulze, Christian Tschirner, R\u00fcdiger Kaffenberger, Sascha Ackva (Hrsg.): Tag des Systems Engineering; Carl Hanser Verlag; 2016]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Detaillierung der Subprozesse aus AP#5 im Hinblick auf die Entwicklung von CTP unter Ber\u00fccksichtigung von Freigabe-, \u00c4nderungs- und Konfigurationsmanagement Zielstellung In mecPro\u00b2 wurden zun\u00e4chst ein Prozessrahmenwerk und eine Beschreibungssystematik zur Entwicklung cybertronischer Elemente und Systeme entwickelt. Der Entwicklungsprozess beschreibt im Wesentlichen, wer welche Informationen wozu nutzt und generiert. 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